FEHLENDE ÜBERSCHRIFT > Ihre Meinung

Ihre Meinung

Auf dieser Seite veröffentlichen wir, Ihre Zustimmung vorausgesetzt, Ihre Meinungen zum Kiesabbau ohne Wiederverfüllung.

Mit Mailformular  (oder rechts oben den Briefumschlag anklicken) können Sie uns eine Mail zusenden.

Die FDP und der Kiesabbau
Oder: Wie blind, taub und vergesslich man sein kann.
In der Mainspitze und dem Wochenblick vom 31.10.2008 äußert sich die FDP wieder einmal zum Kiesabbau. Sie kritisiert die Gemeindevertretung und behauptet, dass die 131 ha Sand & Kiesabbaufläche nie kommt, da es dazu keine Unterlagen gäbe, die Realität sieht anders aus.
Fakt 1.
Dyckerhoff hat in der Gemeindevertretung und Ausschüssen die 131 ha schon vor Jahren angesprochen. Da schlief die FDP wohl.  Dass die Fa. Dyckerhoff sich in der momentanen Situation mit lauten Forderungen zu einer Auskiesung der 131 ha zurückhält liegt wohl auf der Hand.
Fakt 2
Im „Regionalen Raumordnungsplan 2000“ und dem weiterführenden Entwurf von 2007 ist die Fläche von 131 ha als Auskiesfläche ausgewiesen, sowie weitere Flächen, die als Lagerstätten gekennzeichnet sind. Die Gemeindevertretung hat zu beiden Plänen Stellungnahmen abgegeben. Ein Plan ist eine  Absichterklärung etwas zu tun.  Das hat die FDP wohl nicht verstanden.
Fakt 3
Auf der Dyckerhoff Internetseite (http://www.kieswerk-kiebert.de/_news/news04.htm) kann man auf 112 Seiten eine Natura 2000 Umweltverträglichkeitsprüfung zum Abbau der 131 ha Fläche nachlesen. Diese Unterlage hat die FDP offensichtlich noch nicht gefunden oder man hat es vergessen.
Fakt 4
Dyckerhoff / Kiebert kiest in ca. 5 Jahren eine Fläche 10 ha Ackerland weg. Das ist seit 1971 so. Was glaubt die FDP kommt nach den nun auszukiesenden 7,9 ha in 4 Jahren? Diese werden, entgegen der Behauptung  der FDP, bereist ausgekiest. Der Mutterboden ist zusammengeschoben und im Minutentakt brechen die Sandschollen in den See.
Auf der Internetseite von Dyckerhoff schreibt Dyckerhoff am 29.9.08: „Kieswerk Trebur beginnt Abgrabung der genehmigten Erweiterungsfläche von 7,9 ha.“  FDP: Bitte aufwachen! Aber vielleicht hat man die Mitteilung verpasst.
Fakt 5
Das hessische Ministerium für Umwelt, ländlicher Raum und Verbraucherschutz benennt in seiner Broschüre „Rohstoffsicherung in Hessen“ die Erfordernis, Sand & Kies in Trebur abzubauen. Nachzulesen unter http://www.hlug.de/medien/geologie/dokumente/rohstoffe/rohstoffsicherungskonzept/uebersichtskarten_rohstoffe.pdf
Im „Fachbericht Sand und Kies“ des hlug  (Hessisches Ministerium Landwirtschaft und Geologie) wird noch deutlicher auf die Situation der 131 ha und weiterer Abbauflächen, sowie einer möglichen Deichrückverlegung eingegangen. Siehe bsonders Seite 27 ff. und Seite 37 Hochwasserschutz. http://www.hlug.de/medien/geologie/dokumente/rohstoffe/rohstoffsicherungskonzept/Fachbericht%20Sand%20&%20Kies%2015%2011%2006.pdf
Wie viel Unterlagen braucht die FDP um zu erkennen, wo „der Bagger“ hinläuft??
Fakt 6
Die FDP stellte in einem früheren Pressebericht fest, dass Dyckerhoff 1,5 Mio. Euro in die Infrastruktur investiert hätte. Wie Dyckerhoff mitteilte, hat die Firma 1,5 Mio. in die Modernisierung der Produktionsanlagen investiert und eine 50% Steigerung der Abbaukapazität erreicht, wodurch eine schnellere Ausbeutung des Baggersees erreicht wird.
Ist die FDP blind oder hat sie das einfach missverstanden?
Fakt 7
Die FDP Fraktion begrüßt die Stellungnahme  des Kreisabgeordneten Gerd Schulmeyer (Die Linke).  Der von der FDP, zitierte Satz ist in der Stellungnahme aber nicht enthalten.
Die Stellungnahme von Herr Schulmeyer basiert auf einer Anfrage der BIK. Herr Schulmeyer kritisiert, dass die zu den 7.9 ha vorliegenden Unterlagen das Vorhaben unzureichend beschreiben und dadurch viele Fragestellungen entstehen, die eventuell durch eine sorgfältigere Ausarbeitung der Antragsunterlagen hätten vermieden werden können.
Kritikpunkte ergaben sich insbesondere aufgrund fehlender Einordnung der beantragten Maßnahme in eine Gesamtbetrachtung der umliegenden Abbauflächen hinsichtlich der Themen Bedarf, Verfüllung und Nachnutzung. Die Forderung nach einer Gesamtbetrachtung ergibt sich auch daraus, dass Auswirkungen einzelner Maßnahmen an sich teilweise noch vertretbar wären, die Summe der Auswirkungen der gemäß des gültigen Regionalplans Südhessen möglichen Abbauflächen allerdings nicht hinnehmbar ist.
Upps, hat die FDP hier etwas sehr falsch interpretiert?
Fakt 8
Herr Volker Cavelius, Fraktionsvorsitzender FDP war persönlich bei einem Gespräch mit Staatssekretär Seiff anwesend, als dieser den Vorschlag machte die 131 ha einzudeichen. Der Polder lässt grüßen. Dies hat man bei der FDP offensichtlich glatt vergessen.
-------------------------------------

Diese Fakten sollte eine Partei, die eine sachorientierte Politik betreiben will, eigentlich wissen. Ein verantwortungsvoller Politiker, auch wenn er dies nur in seiner Freizeit und ehrenamtlich macht, sollte etwas tiefer und weiter schauen als seine Nase reicht. Das gilt auch für einen Pressesprecher der FDP ohne politisches Mandat.
Die FDP, das sind 3 von 37 Personen in der Gemeindevertretung, behauptet als einzige Partei eine sachorientierte Politik zu machen. Die Praxis zeigt eher Herren, die zu allem Nein sagen, selbst wenn 34 Personen einer anderen Meinung sind. Es ist natürlich ihr demokratisch verbrieftes Recht, anderer Meinung zu sein. Es sei aber schon die Frage erlaubt, wie Meinungen vertreten werden können, die auf offensichtlich falschen Tatsachen basieren.

Leserbrief zur Auskiesung in Trebur vom 2.9.2008:

Bei streitigen Bauvorhaben, wie z.B. Auskiesung oder Flughafenausbau trifft man immer wieder auf das gleiche Schema der Beeinflussung der Betroffenen durch den Vorhabensträger.

Großzügige Spenden sollen bei den Gemeinden, den Vereinen, den Kirchen und in der ganzen Region eine positive Grundstimmung hervorrufen. Natürlich ist es nicht zwingende Folge, dass solche Gaben eine sachorientierte und letztlich auch juristische Auseinandersetzung verhindern. Fraport praktiziert dieses Vorgehen schon seit Jahrzehnten und warum sollen sich andere Firmen an diesem Nachbarschaftsmanagement kein Vorbild nehmen?

Es ist aber eine seit undenkbaren Zeiten bestehende soziale Verpflichtung, dass eine Gabe eine Gegengabe bedingt. In keinem Teil des täglichen menschlichen Zusammenlebens wird dieses Prinzip der Gabe und Gegengabe übergangen. Wer sich nicht an diese sozialen Spielregeln hält, stellt sich außerhalb der gesellschaftlichen Ordnung und macht sich zum bösen Außenseiter. Wer aber solche Spenden annimmt, signalisiert dem Geber, dass er mit dessen Absichten einverstanden und zu einer Gegengabe bereit ist. Alle anderen Deutungen sind wirklichkeitsfremd und entsprechen auch nicht den vorgeprägten sozialen Umgangsformen. Bei keinem Volk dieser Erde fehlen diese Verknüpfungen zwischen Gabe und Gegengabe. In den Büchern der französischen Sozialwissenschaftler Marcel Maus, Die Gabe …., 1989 und Maurice Godelier, Das Rätsel der Gabe, 1999 sind diese zwanghaften Verknüpfungen aus allen Lebensbereichen ausgiebig diskutiert.

Ohne auf den unsäglichen Flughafenausbau einzugehen, kann man auch bei der Auskiesung in Trebur gut erkennen, welche Position die Annahmebefürworter der Kindergartenspende in der Hauptsache einnehmen. Für einen winzigen Eigennutzen verrät man die Solidargemeinschaft der Betroffenen.  
Auf der einen Seite steht der für eine Großfirma lächerliche und zudem steuerlich absetzbare Geldbetrag für die Kindergärten, auf der anderen Seite der ernorme Gewinn für das Unternehmen durch die Auskiesung. Selten findet man eine Institution, die den Mut aufbringt, solche heimtückischen Angebote auszuschlagen. Für ihre Zivilcourage sollte man sie stützen und nicht kritisieren.

Das Regierungspräsidium in Darmstadt fällt durch seine unnachgiebige Haltung auf. Wie beim Flughafenausbau werden wichtige Gegenargumente, hier derjenigen, die gegen eine Auskiesung sind, zur Seite gedrängt. Ganz unbeachtet blieb bisher, ob der Kies für den Ausbau des Frankfurter Flughafens so dringend benötigt wird, dass das RP zwingend zustimmen musste.
Frau D. aus Rüsselsheim 



Leserbrief vom 2.10.08 Kiesabbau in Trebur

Der RP ist bei weitem noch viel besser wie die Politiker in Berlin. Er setzt sich über alle Belange der Bürger hinweg, sei es der Flughafenausbau in Frankfurt als auch das Wiederaufbereitungslager in Hanau.
Das Neuste was er sich geleistet hat, ist die Genehmigung des  Kiesabbaus in der Gemeinde Trebur ohne eine  Umweltverträglichkeitsstudie einzuholen. Für alle anderen baulichen Veränderungen verlangt der RP eine solche Studie  - nur hier benötigt man keine! Die Meinung der betroffenen Bürger scheint ihm egal zu sein. In welchem jahrhundert leben wir überhaupt?
Als Bürger frage ich mich, ob da alles mit rechten Dingen zugeht?!  Man fühlt sich verschaukelt und vom RP nicht ernst genommen!
Ist der RP nur noch der Handlanger für die Konzerne? Die sagen ihm, was sie möchten und der RP springt! Es ist ja auch bekannt, dass die hessische Landesregierung vor längerer Zeit an die Firma Dykerhoff herangetreten ist, um das Kieswerk in Trebur zu kaufen!! Die Fa. Dykerdoff hat außerdem den RP a. D. Herrn Kummer als Berater verpflicht!! Irgendwie seltsam!
In welchem Jahrhundert Leben wir überhaupt?
Sollte diese große Kiesausbeute so vorangetrieben werden wie sich die Fa. Dykerhoff, dass vorstellt. Dann sind in kurzer Zeit 50% der Fläche von Trebur nur noch eine Seenlandschaft.
Und was wird dann mit den vielen Kellern, die in der Gemeinde z. Z. noch keine nassen Füße haben, dann aber welche bekommen werden.
Denn das ist nur der Vorläufer für den großen Polter Trebur.

Bezahlt der RP die Versicherung gegen nasse Keller bzw. auch nach Deichbruch wenn die Häuser nur noch Abriss-Wert haben?
Denn man darf jetzt Kies bis zu 50m tief abbauen. Wenn auf der anderen Deichseite das Hochwasser steht und drückt, dann hält kein Deich mehr…..!

Wofür benötigt man eigentlich so viel Kies? Es ist durch Studien belegt, dass generell weniger gebaut wird. Dies lässt nur einen Schluss zu: dieser Kies wird für die Flughafen-Erweiterung gebraucht. Was ist mit dem Schwerverkehr, der durch die anliegenden Orte fährt? Schwer zu Glauben, dass der ganze Kies nur mit dem Schiff befördert wird!

Was in der Präsentation des Herrn G. Kummer, Bürgermeister von Riedstadt der als Vertreter des Kreises im Planungsverband sitzt, vor Wochen her rüber gekommen ist.
War, er sitze in verschiedenen unterschiedlichen Ausschüssen, und habe dabei immer einen anderen Hut auf. Das kann schon nicht gut gehen wenn ich in verschiedenen Ausschüssen eine andere Meinung vertreten will / muss.
Hier habe ich eine andere Meinung dazu. Hier will jemand auf Kosten von anderen Bürgern Karriere machen. Man konnte ganz klar in seiner Präsentation heraus hören, dass er nicht gegen den Kiesabbau in Trebur ist. Da frage ich mich von wem wurde dieser Mann gewählt und welche Interessen vertritt er!
Herr Günter F. Roos aus Trebur


Thema:  Kiesabbau in der Gemeinde Trebur

    Betr.: Presseerklärung der Treburer FDP im Wochenblick vom 11.09.2008

Was ein gewisser Herr H-J. Schneider als Pressesprecher der Treburer FDP Fraktion seit Monaten  penetrant in verschiedenen Zeitungen an Stellungnahmen zum Kiesabbau zum Besten gibt, ist mittlerweile unerträglich.
Im Stil emotional, unsachlich, unobjektiv, oft unqualifiziert und mit verbalen  Entgleisungen und Diffamierungen gegenüber Personen der Kommunalpolitik wird in unverantwortlicher Weise versucht, den Kiesabbau ohne Wiederauffüllung schön zu reden.
Dabei scheint der Blick für die Realitäten und das Wohl der Gemeinde stark getrübt.
Opponiert wird scheinbar nach dem Motto  „wir wollen das Gegenteil von dem, was die Mehrheit will“ oder „Solidarität mit den Minderheiten“.
Neben der so arg gescholtenen Fa. Dyckerhoff sind Herrn Schneider dabei besonders die  Badefreunde ans Herz gewachsen, die von einem kostenlosen Badesee träumen und die, so Schneider, „ derzeit gezwungen werden, ins Treburer Freibad zu gehen und Eintritt zu zahlen“.
Es wird  immer Menschen geben, die auch nur geringsten Eigennutz der gemeinsamen Sache überordnen. Sicher gibt es auch Gleichgültige, denen es egal ist, ob Geinsheim und Hessenaue von Land oder Wasser umgeben sind, Menschen die sich nicht dafür interessieren, wie Natur, Landschaft und Umwelt zerstört werden, wie Landwirte ihre Existenz verlieren und Hauseigentümer um ihr Hab und Gut fürchten.
Wie naiv und weltfremd muss man aber sein, zu glauben, dass sich die  Landesregierung  an das Versprechen hält, und kein Polder entsteht?
Wie naiv und weltfremd muss man eigentlich sein, den so genannten wissenschaftlichen Gutachten zu glauben, dass durch Seenlandschaft und Polder keine negativen Folgen zu befürchten sind?
Wie naiv und weltfremd muss man eigentlich sein, zu glauben, dass sich mit den Steuergeldern der Fa. Dyckerhoff demnächst der Treburer  Gemeindehaushalt sanieren lässt?
In den vergangenen Jahren hat die Firma keinen Cent Steuern bezahlt, trotz eingesparter Kosten für die Wiederauffüllung und sie wird auch in Zukunft in der Lage sein, Verluste vorzurechnen.
FDP heißt in Trebur offensichtlich: Für Den Polder oder Für Dyckerhoff Profit.
Diese Position  ist für die Mehrheit der Bürger sicher wenig überzeugend
und  nicht nachvollziehbar. Es gilt weiterhin: kein Kiesabbau ohne Wiederauffüllung!

Gerhard G. aus Trebur


 

 

www.bi-kiesabbau.de
Home